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Operationen am Ellenbogengelenk
Operatives Leistungsspektrum

Operationen am Ellenbogengelenk

Das Ellenbogengelenk ist ein komplex aufgebautes Gelenk, das aus drei Teilgelenken besteht und wesentlich für Greif-, Dreh- und Hebebewegungen verantwortlich ist. Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen können den Alltag deutlich beeinträchtigen, sei es beim Sport, im Beruf oder bei einfachen Handgriffen. Wenn konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Injektionen oder medikamentöse Behandlung nicht ausreichen, kann eine Operation am Ellenbogengelenk sinnvoll sein.

Operations­spektrum

  • Arthroskopische Operationen des Ellenbogens
  • Behandlung von Sehnenüberlastungssyndromen des Ellenbogens (Tennisellenbogen, Golferellenbogen)
  • Refixation von Abrissen der distalen Bicepssehne
  • Behandlung von Instabilitäten des Ellenbogens
  • Gelenkerhaltende Behandlung bei Ellenbogen-Arthrose
  • Knochenaufbauoperation bei posttraumatischen Knochendefekten
  • Behandlung von Frakturen im Bereich des Ellenbogens

Wann ist eine Operation notwendig?

Ein operativer Eingriff wird in Betracht gezogen, wenn:

  • anhaltende Schmerzen trotz konservativer Therapie bestehen,
  • relevante Bewegungseinschränkungen vorliegen,
  • Instabilitäten oder Bandverletzungen diagnostiziert werden,
  • freie Gelenkkörper oder Knorpelschäden Beschwerden verursachen,
  • fortgeschrittene Arthrose vorliegt.

Auch nach komplexen Brüchen oder chronischen Sehnenbeschwerden (z. B. bei therapieresistentem Tennisarm) kann eine operative Versorgung erforderlich werden.

Moderne Operations­verfahren

Je nach Diagnose kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Ziel ist stets, Schmerzen zu lindern, die Funktion wiederherzustellen und Folgeschäden zu vermeiden.

Arthro­skopische (minimalinvasive) Eingriffe

Viele Operationen können heute arthroskopisch durchgeführt werden. Dabei werden über kleine Hautschnitte eine Kamera und feine Instrumente in das Gelenk eingebracht. Vorteile sind:

  • geringere Weichteilbelastung,
  • kleinere Narben,
  • meist schnellere Rehabilitation.

So können zum Beispiel freie Gelenkkörper entfernt, entzündetes Gewebe abgetragen oder Knorpelschäden behandelt werden.

Offene Opera­tionen

Bei komplexen Verletzungen, Bandrekonstruktionen oder fortgeschrittener Arthrose kann ein offener Eingriff notwendig sein. In seltenen Fällen, z. B. bei stark zerstörtem Gelenk, kommt auch ein künstlicher Ellenbogenersatz in Betracht.

Nach­behandlung und Rehabili­tation

Der Erfolg einer Operation hängt wesentlich von der strukturierten Nachbehandlung ab. Je nach Eingriff umfasst diese:

  • gezielte Physiotherapie,
  • schrittweisen Belastungsaufbau,
  • ggf. vorübergehende Ruhigstellung.

Unser Ziel ist es, Sie sicher und individuell abgestimmt zurück in Alltag, Beruf und Sport zu begleiten.

Eine Operation am Ellenbogengelenk ist immer eine individuelle Entscheidung. In einem ausführlichen Gespräch klären wir Sie verständlich über Befund, Behandlungsoptionen, Risiken und Erfolgsaussichten auf, damit Sie gut informiert und mit Vertrauen in die Therapie gehen können.

05 März 2026

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