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Allergo­logische Diagnostik

Allergo­logische Diagnostik

Manchmal erhält man durch Hauttestungen kein klares Ergebnis. Dann können Blutuntersuchungen eingesetzt werden, mit denen sehr viele Allergie-Antikörper (IgE) nachweisbar sind, zum Beispiel Pollen, Tierhaare, Nahrungsmittel, Arzneimittel, Pilze und Milben. Auch wenn eine Hauttestung mit Risiken verbunden wäre, insbesondere bei Nahrungsmittel- und Insektenallergenen, ist der Nachweis von spezifischem IgE eine sinnvolle diagnostische Ergänzung.

 

Wir wenden zum Beispiel die laborchemische Methode RAST (Radio-Allergo-Sorbent-Test) an, mit der innerhalb von 24 Stunden geklärt werden kann, ob und in welchem Schweregrad im Blut des Patienten Anzeichen auf allergische Erkrankungen vorliegen.

 

Ein weiteres Wichtiges Verfahren ist der IgG4-Test, mit dem eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, die durch IgG4-Antikörper ausgelöst wird, diagnostiziert werden kann. Die Beschwerden bei IgG4-vermittelten Unverträglichkeiten treten nicht unmittelbar nach der Nahrungsaufnahme auf, sondern erst Stunden oder sogar Tage später. Darum kann man die Beschwerden nicht eindeutig den betreffenden Lebensmitteln zuordnen. Mit Hilfe des IgG4-Tests lassen sich die Nahrungsmittel finden, die für die Unverträglichkeitsreaktionen verantwortlich sind.

Epikutan­test

Der Epikutantest ist der wichtigste Allergietest zur Diagnostik eines allergischen Kontaktekzems. In der Durchführung ist der Test recht einfach, aber zuvor ist eine sorgfältige Erhebung der Vorgeschichte des Patienten oder der Patientin sowie eine genaue Auswahl der getesteten Allergene erforderlich.

 

Beim Epikutantest wird eine allergische Reaktion künstlich provoziert. Dazu tragen wir eine Reihe von Teststoffen in Form von Salben oder Lösungen mit einem Testpflaster auf dem Rücken auf. Nach ein bis vier Tagen überprüfen wir die Reaktion. Hiermit kann getestet werden, ob eine verzögerte Überempfindlichkeit in Form einer Allergie gegen bestimmte Substanzen (Allergene) besteht. Man spricht auch von Spättyp-Allergie. Wir können so besonders Kontaktallergien nachweisen, wie z. B. eine Nickelallergie.

 

Die Allergene verbleiben 48 und 72 Stunden auf der Haut, anschließend werden die Testpflaster entfernt. Die erste Ablesung erfolgt 2 Tage nach Aufkleben der Pflaster, eine zweite Ablesung erfolgt dann 3 Tage nach dem Testbeginn. Bis zur letzten Ablesung darf kein Wasser über das Hautareal laufen, damit die Testsubstanzen nicht ausgespült werden.